Die asiatische Seite von Istanbul wird oft als stärker orientalisch wahrgenommen als die europäische Seite. Die Vielfalt der Menschen ist das eigentliche Charme der Stadt. In wenigen Minuten können Sie von einem traditionellen Viertel wie Üsküdar zu einem modernen Stadtteil wie Moda wechseln. Weil traditionelle Reiseführer diesen Teil der Stadt oft übersehen, haben wir zusammengestellt, was Sie dort sehen können.
Maiden's Tower
Maiden's Tower (Kiz Kulesi) ist ein absolutes Wahrzeichen auf der asiatischen Seite Istanbuls. Es wurde 408 v. Chr. auf einer kleinen Insel im Bosporus vom athenischen Feldherrn Alcibiades errichtet, um feindliche Schiffbewegungen zu beobachten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es von Byzantinern und Osmanen weitergebaut und restauriert. Nach Jahrhunderten als Leuchtturm dient es heute als eine der bekanntesten Attraktionen der Stadt, sowie als ein per Boot erreichbares Restaurant. Maiden Tower erinnert an den Galata-Turm, liegt aber mitten im Wasser!
Uskudar District
Der asiatische Abschnitt des Bosporus ist grün und überwiegend wohnlich. Von Boot aus lassen sich prachtvolle Häuser und yalıs (Seafront-Villen) sehen. Man hat das Gefühl, von einer Stadt in eine ländliche Region zu wechseln, während man durch die Viertel am Bosporus aufsteigt.
Üsküdar liegt am Stadtrand und zählt zu den konservativsten und historischsten Vierteln Istanbuls. Im Vergleich zu Galata, Nişantaşı, Kadıköy oder dem europäischen Bosporus wird hier Religion offen gezeigt. Es gibt rund 180 Moscheen in dieser Region. Die Mihrimah Sultan Camii, entworfen von Sinan und 1548 eröffnet, ist die größte und bekannteste; eine weitere große und sehr schöne Moschee ist Yeni Valide Camii, erbaut zwischen 1708 und 1710.
Neighborhood of Kuzguncuk
Das Viertel Kuzguncuk liegt weiter nördlich. Es ist ein kleines Holzhäuschen-Viertel in einem von Bäumen umgebenen Tal. Kuzguncuk versetzt Besucher in eine Welt, in der die Zeit stillzustehen scheint. Ursprünglich war es das jüdische Viertel, das Europa während der Inquisition verließ, später siedelten sich armenische und griechische Gemeinschaften an. Die Mehrheit der Einwohner sind heute Türken, die aus dem Landesinneren stammen. Es gibt Denkmäler zur Geschichte der Gemeinschaft, und es gehört zu den wenigen Orten weltweit, an denen Moscheen mit Kirchen und Synagogen koexistieren. Zu den bekanntesten zählen die Synagogen Bet Yaakov (1878) und Bet Nissim (1840) sowie die Kirchen Surp Krikor Lusavoric, Avios Yorgos und Avios Panteleimon.
Bagdat Street
Bagdat Caddesi gehört zu den beliebtesten Zielen auf Istanbuls asiatischer Seite. Die Straße ist ein offenes Einkaufszentrum, in dem Sie finden, was Sie brauchen. Ein absolutes Muss auf der asiatischen Seite von Istanbul, mit erstklassigen Restaurants, Cafés und themenorientierten Bars! Jedes Jahr im Herbst findet während der Fashion Week eine Reihe von Veranstaltungen statt, zu denen oft Prominente kommen.